Leistungsdiagnostik: wie oft, Kosten und Vorbereitung

Wie oft eine Leistungsdiagnostik sinnvoll ist, was sie in Deutschland kostet und wie du dich vorbereitest, mit einer Checkliste für den Testtag und das Gepäck.

BeInMotion Team5 Min. Lesezeit

Eine Leistungsdiagnostik zeigt dir, wo deine Schwellen liegen und wie fit du gerade bist.

Wie oft ein Test sinnvoll ist

Für die meisten Freizeitsportler ist ein Test alle sechs bis zwölf Monate ein guter Rhythmus. Schwellen und Ausdauer verschieben sich langsam, häufiger zu testen bringt deshalb wenig. Unabhängig vom Kalender lohnt sich ein neuer Test:

  • Nach einem längeren Trainingsblock, etwa acht bis zwölf Wochen gezielter Vorbereitung, um zu sehen, ob sich deine Schwellen verschoben haben.
  • Vor einer neuen Saison oder einem wichtigen Wettkampf, um die Zonen für diese Phase zu prüfen.
  • Nach Verletzung oder Krankheit, weil sich deine Form dann deutlich verändert haben kann.
  • Nach einer langen Pause, etwa mehreren Monaten ohne regelmäßiges Training.
  • Wenn lockere Einheiten plötzlich sehr leicht oder sehr schwer wirken.

Was eine Leistungsdiagnostik kostet

In Deutschland kostet ein Test je nach Anbieter und Umfang oft zwischen etwa 100 und 300 Euro. Ein einfacher Laktattest ist meist günstiger als eine Spiroergometrie oder die Kombination aus beidem. Mit sportmedizinischer Untersuchung, Arztgespräch und Ruhe-EKG wird es teurer. Der Preis hängt vor allem davon ab:

  • Das Verfahren: Laktattest, Spiroergometrie oder beides.
  • Die Betreuung: wie ausführlich der Befund besprochen wird und ob du eine schriftliche Auswertung bekommst.
  • Zusatzleistungen wie Ruheumsatzmessung, ärztlicher Check oder Trainingsplan.
  • Die Art des Anbieters: Sportmedizinische Institute, Universitäten, Physiotherapiepraxen, Sportgeschäfte und mobile Anbieter rechnen unterschiedlich ab.

Manche Krankenkassen bezuschussen sportmedizinische Untersuchungen oder Leistungsdiagnostiken, etwa über Bonusprogramme oder Gesundheitsbudgets. Frag vor der Buchung bei deiner Kasse nach und heb die Rechnung auf. Welches Verfahren zu dir passt, erklärt Laktattest oder Spiroergometrie.

So bereitest du dich vor

Müde Beine, leere Speicher oder ein ungewohntes Frühstück können die Ergebnisse verfälschen.

In den Tagen davor

  • Trainiere in den 48 Stunden vor dem Test nur locker und kurz.
  • Iss normal und ausreichend. Eine Diät oder wenig Kohlenhydrate kurz vorher können vor allem die Laktatwerte verschieben.
  • Schlaf gut und trink über den Tag verteilt genug.
  • Bist du krank oder angeschlagen, verschiebe den Termin. Ein Test bis zur Erschöpfung mit Infekt bringt keine brauchbaren Werte.

Am Testtag

  • Iss zwei bis drei Stunden vorher eine leichte Mahlzeit, die du gut verträgst, und probier nichts Neues aus.
  • Trink Kaffee wie gewohnt. Wenn du sonst wenig trinkst, verzichte kurz vorher auf große Mengen.
  • Plane genug Zeit für die Anreise ein, Stress erhöht den Puls.
  • Frag vorher, ob das Labor deinen Ruheumsatz misst. Dafür gelten oft eigene Regeln, zum Beispiel nüchtern zu kommen.

In deiner Hauptsportart testen

Deine Schwellen gelten vor allem für die Sportart des Tests, und die Herzfrequenz an den Schwellen kann sich zwischen Sportarten um einige Schläge unterscheiden. Wer läuft, testet auf dem Laufband, wer Rad fährt, auf dem Ergometer oder mit dem eigenen Rad auf einem Rollentrainer.

Was du mitbringen solltest

  • Bequeme Sportkleidung und ein Handtuch.
  • Deine gewohnten Lauf- oder Radschuhe, beim Radtest wenn möglich auch Pedale oder Cleats, falls das Labor das zulässt.
  • Eine Trinkflasche.
  • Sportuhr und Brustgurt, wenn du die Werte später mit deiner Uhr abgleichen willst.
  • Frühere Befunde, damit das Labor vergleichen kann.
  • Angaben zu Vorerkrankungen und Medikamenten. Manche, etwa Betablocker, beeinflussen die Herzfrequenz deutlich.

Nach dem Test

Lass dir den Befund erklären und nimm ihn als PDF oder Ausdruck mit. Am wichtigsten sind die Herzfrequenz an beiden Schwellen und deine maximale Herzfrequenz. Die übrigen Werte erklärt Leistungsdiagnostik-Befund lesen. Wie du die Schwellen in die Uhr einträgst, zeigt Pulszonen bei Garmin einstellen, die Umrechnung in Zonenwerte übernimmt der kostenlose Zonen-Rechner.

Ein gutes Labor finden

Die Qualität der Anbieter ist unterschiedlich. Ein gutes Labor erklärt dir vorher, wie der Test abläuft und wie es die Schwellen bestimmt, und gibt dir einen schriftlichen Befund mit.

Deinen Test in BeInMotion nutzen

Du importierst deinen Befund als Foto oder PDF. BeInMotion liest VO2max (deine maximale Sauerstoffaufnahme), beide Schwellen, maximale Herzfrequenz und Ruheumsatz aus und bildet daraus drei Bereiche: locker, mittel und hart. Ist die Messung älter als sechs Monate, markiert die App sie als veraltet und erinnert dich an einen neuen Test, damit du nicht mit alten Zonen trainierst.

Das Auslesen ist kostenlos. Mit Plus bekommst du jede Woche einen Vorschlag für die kommende, der deine Zonen und deine Angaben nach jedem Training berücksichtigt. Mehr auf Leistungsdiagnostik mit deiner Uhr verbinden.